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Kindertherapie: Barbara Zukunft-Huber

Frau Barbara Zukunft-Huber entwickelte Anfang der 90iger Jahre die dreidimensionale manuelle Fußtherapie aus folgenden Überlegungen:

„Das Wort Orthopädie setzt sich aus den griechischen Wörtern orthòs = aufrecht und paideia = Erziehung zusammen. Wie schon die griechischen Wörter erkennen lassen, wird die Fußstörung unter dem Gesichtspunkt der aufrechten Haltung betrachtet und behandelt.“

Bis heute wurde diese Sichtweise der Orthopädie, vom aufrecht stehenden Fuß, auch auf die Behandlungsweise der Säuglingsfüße übertragen. In der klassischen Physiotherapie wird der Säuglingsfuß mit gestrecktem Knie- und Hüftgelenk in Pronation (Fußeinwärtsdrehung) trainiert. Betrachtet man aber die Bewegungsentwicklung des Säuglings, so wird man feststellen, dass er im 1. Lebensjahr genau das Gegenteil trainiert! …nämlich Knie- und Hüftbeugung in Abspreizung und Aussendrehung und Einwärtsdrehung des Fußes. Frau Zukunft-Huber erkannte 3 Dimensionen des Fußes: Höhe, Tiefe und Länge, die bei verschiedenen Fußfehlhaltungen Veränderungen zeigten. Je nach Fehlhaltung gliedert sich die Behandlung in vier Phasen mit neun Manipulationsgriffen zur Dehnung verschiedener Muskeln und Lösung der Blockaden der Gelenke. Sie wird in Rücken- Bauch- und Seitlage durchgeführt. Diese Dehnung wird anschließend mit einer Binde über längere Zeit gehalten. Dadurch kommt es zu keiner Bewegungseinschränkung des Kindes. Es erfolgt eine Einweisung der Eltern in diese Wickelung, die in größeren Abständen kontrolliert wird.

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